Später Treffer entscheidet Kellerduell

PSV siegt gegen Sarstedt
Spielbericht vom 24. März 2026
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Die Frauen des PSV Grün-Weiß Hildesheim haben im wichtigen Kellerduell der Oberliga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Im Heimspiel gegen den 1. FC Sarstedt sicherte sich das Team von Trainer Christopher Padrok mit einem späten Treffer einen hart erkämpften 1:0-Erfolg und verschafft sich damit Luft im Tabellenkeller.
Vor der Partie war die Ausgangslage klar: Sarstedt reiste als Tabellenletzter mit 10 Punkten an, der PSV lag mit 11 Punkten direkt davor. Entsprechend groß war die Bedeutung dieses Lokalduells, auch mit Blick auf die 2:0 Niederlage im Hinspiel, für die sich die Hildesheimerinnen unbedingt revanchieren wollten.
Der PSV startete mit viel Entschlossenheit, doch die Partie entwickelte sich zunächst zu einem typischen Kellerduell. Viele Zweikämpfe, wenig Raum und eine spürbare Nervosität auf beiden Seiten prägten die erste Halbzeit.
Torchancen blieben Mangelware. Sarstedt versuchte immer wieder, über das Zentrum Akzente zu setzen, doch die PSV-Defensive hatte die gegnerischen Schlüsselspielerinnen gut im Griff. Auf der anderen Seite suchten die Grün-Weißen ihr Glück über die Außenbahnen, konnte jedoch nur mehrere Torschüsse aus der zweiten Reihe abgeben.
So ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und ausgeglichen. Sarstedt erhöhte phasenweise den Druck, doch die Abwehr um Annabell Möker und Gebke Hagedorn stand stabil. Im Mittelfeld wurden weiterhin viele Bälle erobert, allerdings fehlte dem PSV zunächst die Durchschlagskraft im letzten Drittel.
In der 67. Minute kam Maya Freitag für Clara Micuta, in der 75. Minute ersetzte Malin Lupas Marieke Buchholz. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie hitziger.
In der 78. Minute sah die eingewechselte Isabell Lange nach einem groben Foulspiel die Rote Karte – der PSV war in Überzahl, konnte diese aber nur kurz nutzen. Denn in der 85. Minute musste auch Zoë Delf nach Gelb-Rot vom Platz, sodass beide Teams die Schlussphase mit zehn Spielerinnen bestritten.
Bereits zuvor war Jeanne Batke (82.) für Vanessa Dorn ins Spiel gekommen.
Kurz vor Schluss wurde die Partie von einem Schockmoment überschattet: Sarstedts Spielerin Vivien Neubauer stürzte unglücklich auf den Hinterkopf und verlor kurz danach das Bewusstsein. Das Spiel wurde lange unterbrochen und ein Rettungsdienst wurde gerufen. An dieser Stelle: Gute Besserung!
Nach Wiederanpfiff bekam Sarstedt noch eine Ecke zugesprochen, konnte diese jedoch nicht nutzen. Der PSV schaltete schnell um und dann ging alles ganz schnell:
Annika Jost spielt den Ball zu Malin Lupas, die sich stark über die Außenbahn durchsetzte und den Ball perfekt in den Lauf von Annika Jost spielte. Diese nahm den Ball und das Tempo auf, während Kapitänin Gebke Hagedorn in den Strafraum nachrückte. Doch Jost entschied sich selbst abzuschließen, und wie:
Mit einem traumhaften Schuss in den Winkel ließ sie der Torhüterin keine Chance und erzielte in der Nachspielzeit das umjubelte 1:0!
Die Freude kannte keine Grenzen. In der 90.+3 Minute brachte der PSV mit Karina Jost für Torschützin Annika Jost noch einmal frische Kräfte, ehe wenig später der Schlusspfiff ertönte.
Am Ende steht ein enorm wichtiger Sieg im Abstiegskampf – hart erarbeitet, spät entschieden und getragen von großem Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit.
Ein Erfolg, der aufgrund der Verletzung auf Sarstedter Seite zwar etwas überschattet wird, aber dennoch zeigt:
Die PSV-Frauen sind bereit, alles zu investieren, um die Klasse zu halten.







