Sonnentaler Cup - Verletzung trübt Finaleinzug

Sonnentaler Hallenmasters
Artikel vom 14. Januar 2026
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Zum vierten Mal in Folge nahmen die Frauen des PSV GW Hildesheim am Sonnentaler Hallenmasters teil. Am Samstag, den 10. Januar, ging das Team unter der Leitung von Co-Trainer Jordi Freitag an den Start. Nach einer herausfordernden Hinrunde in der Oberliga stand für die PSV-Frauen vor allem eines im Fokus: das Turnier als gemeinsames Team-Event zu nutzen und wieder positive Energie mitzunehmen. Umso erfreulicher war es für das Trainerteam, dass nahezu der komplette Kader auf und neben dem Platz vertreten war.
In der Gruppenphase präsentierte sich der PSV konzentriert und stabil. Mit einer souveränen Leistung sicherten sich die Grün-Weißen den zweiten Platz. Lediglich das Spiel gegen die Frauen aus Sarstedt musste knapp mit 0:1 abgegeben werden – ein Duell auf Augenhöhe, das bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den weiteren Turnierverlauf geben sollte.
Im Halbfinale wartete dann ein echter Brocken: Hannover 96, Gruppensieger der anderen Gruppe und Oberligakonkurrent. In einem Spiel, das seinem Halbfinalcharakter mehr als gerecht wurde, zeigte der PSV all das, was die Mannschaft auszeichnet: Kampfgeist, spielerische Qualität und mannschaftliche Geschlossenheit. In einem intensiven Schlagabtausch, mit wechselnden Führungen, setzten sich die PSV-Frauen am Ende verdient mit 5:3 durch und zogen unter großem Jubel ins Finale ein.
Dort kam es erneut zum Aufeinandertreffen mit den Frauen aus Sarstedt – doch das Endspiel wurde leider von einem bitteren Verlauf überschattet. Sarstedt ging früh in Führung und verwaltete das 1:0 bereits ab der zweiten Minute mit konsequentem Zeitspiel und langen Bällen ins Aus. Der PSV fand kaum in den gewohnten Spielfluss, viele Unterbrechungen nahmen dem Spiel die Dynamik. Alles deutete darauf hin, dass das Finale in der regulären Spielzeit verloren gehen könnte.
Doch der PSV bewies Moral: Zoé setzte sich kurz vor dem Ende stark durch und erzielte den viel umjubelten 1:1-Ausgleich. Es ging in die fünfminütige Verlängerung – das Momentum schien nun klar auf Seiten der Grün-Weißen zu liegen.
Dann der Schockmoment: Nach knapp drei Minuten in der Verlängerung verletzte sich Anna Weiterer (Nr. 16) nach einem Tackling an der Bande schwer am Knie. Nach einer langen Unterbrechung musste sie vom Feld getragen werden. Ein emotionaler Rückschlag, den Sarstedt in Überzahl eiskalt nutzte und schließlich zum 2:1-Endstand traf.
Der Pokal blieb damit Sarstedt vorbehalten – doch an diesem Tag rückte das sportliche Ergebnis in den Hintergrund. Die Diagnose ist hart: ein weiterer Kreuzbandriss bei den PSV-Frauen.
Liebe Anna, wir wünschen dir ganz viel Kraft, Geduld und Zuversicht für die kommende Zeit. Das gesamte Team steht hinter dir – und eins ist sicher: Den Pokal holen wir beim nächsten Mal für dich.
Trotz des bitteren Finales nehmen die PSV-Frauen viele positive Eindrücke, starken Teamgeist und die Gewissheit mit, dass sie sportlich auf dem richtigen Weg sind.




